Afrika

MISSING #THEATERWELTENOHNEAFRIKA

EINE SOLIDARITÄTS-JAMSESSION FÜR DIE THEATERKOLLEGEN AUS ÄGYPTEN, DIE WIR AUF DEM FESTIVAL VERMISSEN…

 

SOLIDARITÄTS-JAMSESSION FÜR DIE KOLLEGEN AUS ÄGYPTEN, DIE NICHT EINREISEN DURFTEN … ZUM ZEITPUNKT IHRES GEPLANTEN AUFTRITTS AM GESTRIGEN ABEND.

Posted by THÜRINGER THEATERVERBAND on Freitag, 23. Juni 2017

THEATERWELTEN OHNE AFRIKA?

Wie steht es um die Freiheit der Kunst im Nahen Osten? Welche Perspektiven haben junge Menschen heute in Ägypten? Wie sieht ihr Alltag aus, ihre Träume, ihre Nöte und Wünsche? Was ist geblieben vom „arabischen Frühling“. Das ist Thema des Stücks „1980 and upwards!“ eingeladen zum Festival „Theaterwelten“ nach Rudolstadt.

Aber die Festivalbesucher werden keine Aufführung sehen, keinen Workshop besuchen und keine persönlichen Gespräche führen können.

Die Inszenierung „1980 and upwards“ der Gruppe „Studio El Brova“ für den 23. Juni, 19:30 Uhr geplant, kann nicht stattfinden, da der Ensemble die Einreiseerlaubnis versagt blieb…

Die deutsche Botschaft in Kairo hat der Theatergruppe des Studio El Brova die Visa Erteilung verweigert. Aufgrund ihrer finanziellen, beruflichen und sozialen Situation konnte die Botschaft, so die Ablehnungsbegründung, keine ausreichende Rückkehrwilligkeit erkennen. Für die 10 jungen, unverheirateten, freiberuflichen Künstler konnte auch der BDAT im zweiten Versuch, dem sog. Remonstrationverfahren, bei der deutschen Botschaft trotz zahlreicher Belege (u.a. bereits bezahlter Flüge) keine Einreisebewilligung für das Theaterensemble erreichen.

Die Freiheit der Kunst in Ägypten wird auch durch deutsche Behörden beschnitten.

[Stephan Schnell].

Wir schließen uns  sichtbar den Forderungen der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder – und Jugendbildug (bkj) nach einem gezielten Förderungprogramm für die internationale Dimension der kulturellen Jugendbildung und nach Visa-Erleichterungen für den globalen Jugendaustausch an.

Workshop THEATER IN AFRIKA // „Raum-Körper-Flucht“

WORKSHOP 1 THEATER IN AFRIKA // „Raum-Körper-Flucht“

Referent Christel Gbaguidi (Benin)

Christel Gbaguidi – Schauspieler und Theaterpädagoge aus Westafrika – lädt in seinem Workshop die Teilnehmer zu einer Selbstreflexion über die Begriffe „Identität“ und „Illegalität“ ein. Im Rahmen des Langzeit-Projektes „Die flüchtige Republik“ hat Christel Gbaguidi spezielle Theatertechniken zum Umgang mit dem Thema „Migration“ entwickelt. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, sich mittels Fotos und Gemälden mit dem Thema Flüchtlingen auseinanderzusetzen und ihre eigene Wahrnehmung zu dieser Thematik im Theaterspiel auszuarbeiten. Der Workshop findet auf Deutsch statt.

Kaleidoskop – im Durcheinander das Schöne entstehen lassen

Eine kulturell-politische Diskussion

Unter dem Titel „Kaleidoskop“ hatten die Veranstalter von Theaterwelten zu einer kulturpolitischen Talkrunde eingeladen. Eine der zentralen Fragen lautete: „Wie notwendig ist ein internationaler Theateraustausch in einer sich immer weiter globalisierenden Gesellschaft?“ Kaleidoskop – im Durcheinander das Schöne entstehen lassen weiterlesen

Theater in Afrika Raum-Körper-Flucht

Unser Workshopleiter Christel Gbaguidi aus Benin rückte die Situation von Menschen in den Fokus: Menschen in Afrika, in Europa, in Berlin, in Rudolstadt, aus Benin, Gambia, aus Esslingen oder sonst woher. Es war keine Theorie. Wir, die Workshop-Teilnehmer und –Teilnehmerinnen, repräsentierten diese Menschen: manche mit und manche ohne Fluchterfahrung. Theater in Afrika Raum-Körper-Flucht weiterlesen

Faszinierender Blick über den europäischen Tellerrand – Aufführungen aus Benin und Argentinien

Zwei internationale Gastspiele ergänzten das Festivalprogramm der „Theaterwelten“ an zwei Abenden. Am Freitag präsentierten Künstler des Netzwerks „Arts Vagabonds“ das dreiteilige Stück „Maia“. Zunächst zeigten sie ein Erzähltheater in französischer Sprache, das von einem Streit der menschlichen Sinne berichtete. Es folgte eine musikalische Geschichte von Begegnung, Trennung und Wiedervereinigung, die allein mit dem Tanz zweier Stühle erzählt wurde. Zuletzt hörten die Zuschauer das afrikanische Märchen von „Maia“, die körperlich entstellt auf die Welt kam, vom Dorf verstoßen und von einer Löwin großgezogen wurde. Faszinierender Blick über den europäischen Tellerrand – Aufführungen aus Benin und Argentinien weiterlesen

THEATERWELTEN … BENIN UND RUDOLSTADT, KULTUR UND POLITIK

Christel Gbaguidi mit Vertretern der Botschaft Bénins
Christel Gbaguidi mit Vertretern der Botschaft Bénins

Die großartige Performance der Theaterkünstler aus Bénin unter Leitung Christel Gbaguidis zur Eröffnungsveranstaltung, die dem staunenden Publikum trotz Sprachbarriere die Gleichnisse und Mythen aus dem Geschichtenschatz des afrikanischen Volkes zu erschließen vermochte, die Zuschauer packte und mitriss, zeigte bereits, wie universell die elementaren Themen des menschlichen Zusammenlebens jeden von uns ansprechen. Eindrucksvoller konnte man kaum zeigen, wie viel verschiedene Kulturen trotz und gerade wegen der Unterschiede einander auch geben können. Ein schlüssiger Beweis, dass Theater eine weltweite Sprache sein kann, und dass Workshops wie die auf diesem Festival von einigen der Besten des Theaters aller Erdteile durchgeführten damit zugleich eine Möglichkeit sind, diese gemeinsame Sprache zu erlernen, zu pflegen und weiterzutragen. THEATERWELTEN … BENIN UND RUDOLSTADT, KULTUR UND POLITIK weiterlesen

THEATERWELTEN … ERZÄHLEN UND VERZAUBERN

Ein Experiment. Und ein Auftakt zu Großem. Hoffentlich. Durch den Stolz auf das Zustandekommen dieses ersten „Theaterwelten“-Festivals, gemeinsam organisiert vom BDAT und dem Thüringer Theaterverband in Rudolstadt, klang bei den Festrednern deutlich auch etwas Bangen durch, ob das Geplante wie ersehnt zünden werde, ob alles so gut gelingen würde, dass eine regelmäßige Wiederholung den Förderern wie den Besuchern als dringendes Herzensanliegen erscheinen müsste. THEATERWELTEN … ERZÄHLEN UND VERZAUBERN weiterlesen